Sprach-Ticks stören unsere Zuhörer

Der ultimative Trick gegen den Sprach-Tick – Wirksamkeits-Tipp

„Ähm“
„Ich sag jetzt mal“
„Quasi“
„Natürlich“
„Einfach“ 

Eigentlich sind das ja ganz normale Worte – na gut, bis auf das ähm, wobei ich festgestellt habe, dass es auch im Duden steht. Aber das nur am Rande.

Wann haben Sie denn das letzte Mal mitgezählt, als Sie einem Menschen zugehört haben, weil er ein Wort oder einen Satzteil immer und immer wiederholte?

Ganz häufig kommt dies bei „ähm“ oder „äh“ vor. Da hören wir einem Redner bei einer Präsentation zu und können irgendwann dem Inhalt gar nicht mehr so richtig folgen, weil er ständig „äh“ sagt. Und sind geneigt, mitzuzählen, wie oft dieser Sprach-Tick vorkommt.

Aber auch andere Satzteile werden als Füllwörter oder Füllsätze gerne wiederholt. In meinem Bekanntenkreis gibt es gleich 2 Personen, die in jedem Satz mindestens 1x „ich sag mal“ verwenden. Ich persönlich habe dann Mühe, das Wiederholte zu überhören und herauszufiltern, was der wirklich wichtige Inhalt ist. Jemand anderes benutzt in jedem Satz das Wort „natürlich“ und eine weitere Person sagt fast immer „quasi“.

Wenn ich die Menschen darauf aufmerksam mache, dass sie ein Wort in fast jedem Satz verwenden, dann sagen Sie einhellig, dass ihnen das selber gar nicht auffällt. Wir hören uns dann zur Veranschaulichung eine Aufzeichnung unseres Gespräches an, und siehe da, nun hören sie es auch und finden es furchtbar.

In der Regel kommt dann die Frage: Wie macht man das weg? Wie kann ich das vermeiden?

Hier kommt der Trick:
Solche Sprach- Tick sind meistens Angewohnheiten, die wir unbewusst benutzen. Heimlich still und leise haben sie sich irgendwann in unseren aktiven Sprachschatz geschlichen und dort festgesetzt.

Um sie loszuwerden ist es wichtig, sie zunächst einmal ins Bewusstsein zu holen! Und das geht so: Wiederholen Sie das Wort oder den Satz in ganz normaler Sprechlautstärke mind. 50x hintereinander. Machen Sie diese Übung an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen. Immer wieder 50x das Wort / den Satz sagen.

Wenn Sie das Wort dann das nächste Mal im Gespräch verwenden, wird es Ihnen auffallen, denn sie haben es aus dem Unbewussten ins Bewusste geholt. Ok, es rutscht Ihnen in der ersten Zeit trotzdem noch raus, aber sie werden es merken. Irgendwann kommt dann der Moment, in dem Sie anfangen werden, es zu vermeiden, bevor es rausgeflutscht ist. Dann sind Sie auf dem besten Weg, es loszuwerden!

Das funktioniert übrigens nicht nur mit den Worten / Sätzen, die Sie unbewusst wiederholen, sondern auch mit Worten, die Sie sich abtrainieren möchten.

Wie, so einfach ist das? Ja, so einfach ist das!

Mehr Übungen und Tipps zur Kraft der Sprache gibt es in den S.C.I.L. Video-Coachings zum Bereich Lingua.

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal – und SPRECHEN SIE KRAFTVOLL!

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