Bogenschiessen

Schon bald nachdem Steine und Speere geworfen und geschleudert wurden,
erfanden die Menschen Pfeil und Bogen, um ein Geschoss zum Zweck der Jagd
oder der Verteidigung über eine größere Distanz zu befördern. Damit gehören
Pfeil und Bogen zu den ältesten bekannten Distanzwaffen und üben auf
viele Menschen eine große Faszination aus.

Mit dem traditionellen Langbogen werden Fantasien von Verbundenheit
mit der Natur, sich selbst und einer überschaubaren Welt geweckt. Es
ist gerade das Einfache, was ihn so besonders macht.

Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten bekannten Distanzwaffen          und wurden schon in der Steinzeit als
Jagd- und Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt.
Höhlenzeichnungen aus Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre      geschätzt, erste Funde 
von
Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v.Chr. datiert. 
Bei den        ersten Olympischen Spielen
776 v.Chr. mussten angebundene Schweine als Zielscheibe
herhalten.
Besonders in England wurden Pfeil und Bogen noch im
16. Jahrhundert im Kampf benutzt. Die Benutzer dieser
Waffen
stellten fest, dass nur durch häufiges Trainieren auch die Zielsicherheit
größer wurde. Daher wurden schon
immer gerne Vergleichswett-                    kämpfe veranstaltet. Schoss man
anfänglich noch auf Kürbisse und Melonen, 
so entwickelten sich seit               dem Mittelalter schließlich die heute
noch gebräuchliche Strohscheibe, wenngleich
sich die Qualität der                   heutigen Scheiben erheblich
verbessert hat.

In Deutschland war das Bogenschiessen lange Zeit nicht verbreitet, obwohl     auch schon Goethe nachweislich
zum
körperlichen Ausgleich seiner geistigen Anstrengungen ab und zu mit       Pfeil und Bogen schoss. 
Erst nachdem der Deutsche Schützenbund (DSB) 1954 beschloss, das Bogen-      schiessen als ordentliche
Disziplin in
sein Sportprogramm aufzunehmen und dem internationalen Bogen   sportverband, der FITA
(Federation Internationale de Tir a l´Arc), beizutreten, wurde der interessante           Sport bekannter. Den
Durchbruch in Deutschland erlangte diese Disziplin
jedoch mit der Olympiade 1972      in München, wo das
Bogenschiessen nach 52-jähriger Abwesenheit wieder in das Olympische
Programm         aufgenommen wurde.
Auch die (leider seltenen) TV-Bilder der Olympiade in Atlanta/USA vom Bogenschiessen
       zeigten spannende
Wettkämpfe, die der stets anwachsenden Fangemeinde der aktiven Bogenschützen in                guter
Erinnerung
bleiben. Denn bis heute hat sich die spezielle Faszination des Bogenschiessens
erhalten.

Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen kommt es beim Bogenschiessen neben dem Training auch auf das koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an.

Eine ausführlichere Beschreibung der Geschichte des Bogenschiessens ist beim Deutschen Schützenbund unter http://www.dsb.de/tradition/historie/historie/ zu finden.